Dyson V6 Total clean: Saugen ist Männersache

Kennen Sie das? Es gibt diese Momente im Leben in denen man zu sich selbst kopfschüttelnd sagt: „Warum habe ich das nicht schon früher so gemacht?!“ Neulich war es wieder soweit. Ich hatte mir den kabellosen Dyson V6 Total Clean Staubsauer zugelegt und konnte vor Begeisterung kaum schlafen. Aber der Reihe nach…

Die Ausgangssituation

Staubsaugen nervt. Ständig diese schwere Teil mit dem langen Kabel im Haus rumschleppen… Das Kabel ist entweder zu kurz oder im Weg. Und der Staubsauger ist nie in der Nähe, wenn man ihn zwischendurch mal schnell braucht. In einem Haushalt mit zwei Kindern ist ein großer Staubsauger aber Pflicht. Einmal in der Woche wird das ganze Haus gesaugt. Da aber wöchentliches Saugen – so wie früher ohne Kinder – nicht mehr ausreicht, musste etwas kleines, handliches für kleine Unglücke her.

Ich dachte, ein Akkusauger wie der Vorwerk Koblod VC100 reicht. Irrtum. Der kleine Tischsauger ist ja ganz nett, hat aber wenig Saugkraft und kann wirklich nur die Brötchenkrümel auf dem Set aufsaugen. Unter dem Tisch wird es mit der kleinen Öffnung eine langwierige und anstrengende Tätigkeit. Und das Entleeren ist eine staubige Angelegenheit. Ebenso den Filter vom gröbsten Schmutz zu entfernen. Etwas anderes musste her. Aber was? Ich überlegte etwas und stellte dann meine Wünsche zusammen.

Die Anforderungen

  • Saugstark
  • Einfach zu bedienen
  • Ohne Kabel für den schnellen Einsatz
  • HEPA Filter
  • Viel Zubehör (möglich)
  • Gerne ohne Beutel – Das würde ich probieren
  • Preis/Leistung so gut wie möglich

Der kabellose Staubsauger als Lösung?!

Also habe ich mir Anfang Januar auf Empfehlung hin bei Aldi Süd einen kabellosen Staubsauger für ca. 60 Euro gekauft. Den EASY HOME® 2-in-1-Akku-Staubsauger. Denn ich hörte, dass eine Bekannte mit ihrem kabellosen Dyson V6 total zufrieden war.

Also musste so ein Akku-Ding her. Aber gleich 500 Euro ausgeben? Quatsch! Aldi bietet doch oftmals gute Qualität für kleines Geld. Und der Sauger soll ja nur zwischendurch mal kleine Stellen vom Schmutz befreien. Für die gründliche Reinigung plane ich weiterhin mit dem großen Miele. Dachte ich mir so.

Gekauft – gesaugt. Im ersten Moment war ich ganz zufrieden. Handlich, leicht und ganz schick. Vier LEDs zeigten mir außerdem in dunklen Ecken die Krümel, aber ich musste mehrfach hin und her saugen, um wirklich leichtesten Schmutz aufzusaugen. Enttäuschung machte sich irgendwie nach der ersten kleinen Euphorie breit.

Muss es doch ein Dyson sein?

Eigentlich stand der EASY HOME® 2-in-1-Akku-Staubsauger nach dem ersten Ausprobieren nur noch in der Ecke. So machte das Saugen auch keinen Spaß; Und noch weniger Sinn. Aufgeben oder Alternative suchen? Ein Dyson? Aber beim Thema Dyson erinnerte ich mich immer an eine Stern TV Sendung aus dem Jahr 2004, wo Sir James Dyson (mit Dyson) gegen Atze Schröder (Studiogast mit Siemens) kläglich im wettsaugen versagte. Das hochgelobte Teil saugte gar nicht richtig und Herr Schröder trumpfte mit dem Siemens groß auf.

Aber die Bewertungen hier auf Amazon sind doch sehr zahlreich, auf das Gerät wird ausführlich eingegangen und die Texte unterscheiden sich in Inhalt und Erstellungsdatum. 

Belohnung für das teure Risiko: eine porentief saubere Wohnung 🙂

Ich habe mich schlussendlich für den Dyson V6 Total Clean entschieden. Ich hatte noch ein paar Amazon-Gutscheine, die mir die Schmerzen beim Preis etwas linderten und bestellte das Gerät.

Aber warum den „älteren“ V6?

  • Weil mir 20 Minuten Saugleistung reichen, da ich ja nur beim Saugen den Powerknopf drücke und so nur Strom benötigt wird, wenn ich tatsächlich sauge.
  • Weil die technischen Unterschiede zum V7 und V8 nicht so groß sind. Die Akkus halten länger durch (V/ ca. 30 Minuten; V8 ca. 40 Minuten) und die Saugleistung soll etwas besser sein. Allerdings ist der Preis auch entsprechend höher.
  • Der V6 Total Clean hat eine umfangreiche Ausstattung. Drei Elektrobürsten (Elektrobürste mit Soft-Walze für glatte Böden, für Teppiche und die Mini-Elektrobürste für Polstermöbel) sorgen für zusätzliche Power.
  • Der Nachmotorfilter ist in diesem Modell enthalten. Das ist mir wichtig, damit der Staub, Pollen und Milben im Gerät bleiben und nicht hinten wieder rausgepustet werden.
  • 384,- Euro sind viel Geld. Die 100,- Euro Aufpreis zum V8 wollte ich mir sparen. Und die 100,- Mehrpreis zum aktuell angebotenen V6 Fluffy sind mir Dank Nachmotorfilter und des umfangreichen Zubehörs wert.

Der V6 saugt wirklich super. Unser Hochflorteppich im Wohnzimmer, ein Jahr alt, den wir jede Woche mit dem Miele saugen, war das erste Testopfer. Leider habe ich kein Foto davon gemacht. Aber was die Elektrobürste da rausgeholt hat, war so erschreckend viel Schmutz, dass ich jetzt nach und nach alles im Haus reinige. Polstermöbel, Matratzen, Teppiche und jeden Ritze hinter den Schränken. Da kommt doch so einiges zum Vorschein…

Um das Saugvergnügen perfekt zu machen, habe ich mir noch das Dyson Akkusauger Zubehör-Set mit Extra-hart & Extra-soft Bürste, breiter Polsterdüse & Verlängerungs-Schlauch geleistet. Aktuell knapp 40,- Euro statt 100,- Euro.

Jetzt sauge ich auch Staub auf Möbeln und im Auto ist das Amaturenbrett fast so sauber wie beim Kauf – ohne Tuch! Denn ohne das lange Saugrohr ist der V6 ideal als kompakter Akkusauger einzusetzen. Einfach Verlängerungsschlauch und Soft-Bürste dranstecken und schon ist der Dyson der perfekte Staubkiller fürs Auto.

So blöd das auch klingt: Saugen macht erstmals richtig Spaß!

Welchen Staubsauger benutzen Ihr und wie zufrieden seid Ihr damit?

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